Samstag, 26. april 2008
Klimaschutz, dass Reizthema unserer Tage.

Ohne ein Umdenken globalen Ausmaßes hinterlassen wir unseren Kindern eine öde Wildnis.

Was mich an dieser ganzen Sache so fürchterlich sauer macht ist die Tatsache, dass wir alle uns anstrengen können wie wir wollen.
Was erreichen wir mit unseren bescheidenen Mitteln? Unter dem Strich gar nichts.
Warum? Gaaaanz einfach. Selbst wenn alle Privathaushalte dieser Republik aktiv am Klimaschutz arbeiten würden, bedürfte es nur eines einzigen großen Industriekomplexes um unsere Bemühungen zunichte zu machen.

Und wir müssen den Klimaschutz ja nicht nur kontinental sondern global betreiben.
Daran scheitert es doch bisher.

Wir können um Deutschland herum keine Glaskuppel ziehen und uns bequem zurücklehnen. Was nützen uns hier Einsparungen, neue Technologien und Fortschritte, wenn in einem anderen Kontinent der Klimaschutz ad absurdum geführt wird?

Es ist eine unbequeme Wahrheit, die mir auch nicht gefällt. Selbst wenn wir hier die unbestrittene Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz auf unserem Kontinent haben, was nutzt dies.  Alle Erfolge die wir hier in Deutschland binnen eines Jahres vorweisen könnten, würden durch das aggresive Verhalten der USA z. B. innerhalb eines Produktionstages  amerikanischer Raffinerien zunichte gemacht.

Natürlich  können wir deshalb in unseren Bemühungen nicht aufhören. Im Gegenteil wir müssen sie um ein Vielfaches verstärken.
Aber wir dürfen nicht dem Irrglauben verfallen, wir hätten schon etwas erreicht. Das ist definitiv nicht der Fall.

Und, liebe Freunde, ich weiß nicht wie ich meiner Tochter die jetzt drei Jahre alt wird, das alles erklären soll. Genauso wenig weiß ich in welcher Welt sie groß werden wird.

Aber eines weiß ich, ich werde in meinen Anstrengungen Menschen zu erreichen und diese zum Nachdenken zu bewegen. nicht nachlassen.

Euer Nachtfalke

von Nachtfalke
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Samstag, 26. april 2008
Nach meinem dafür halten ist der Staat die Gesamtheit aller Bürger, die in einem durch Grenzen klar umrissenen Staatsgebiet leben.

Wenn also Gesetze geschaffen werden, die die Bürger dieses Staates diskreditieren, bevormunden o. ä., ist es faktisch nicht richtig dem Staat hierfür die Verantwortung zu geben, sondern vielmehr der jeweiligen Regierung.

Ich finde diese Erklärung schon wichtig, denn nicht der Staat, also jeder Bürger, verlangt meine Kommunikations- und Bankdaten, sondern die Regierung. Nicht der Staat bastelt ständig an der Einengung und Aushebelung meiner Bürgerrechte, sondern die Regierung.

Wer sich also meine bisherigen Blog-Einträge durchliest, wird vielleicht fälschlicherweise den Eindruck gewinnen, ich wäre ein Gegner unseres Staates.

Ganz im Gegenteil, ich habe geschworden diesen Staat und seine Verfassung zu verteidigen und von diesem Schwur bin ich nicht entbunden worden.
Ich bin auch nicht das was man einen Regierungsgegner nennt.

Ich halte nur den Weg den unsere Regierung derzeit den eigenen Bürgern gegenüner eingeschlagen hat für absolut falsch und gefährlich.
Und hier habe ich nach Artikel 20 Abs.4 des Grundgesetzes als Deutscher Bürger das Recht, wenn nicht sogar die Verpflichtung Widerstand zu leisten.
Dies kann ich auch dadurch tun, in dem ich meine Meinung -unter Enthaltung jeglicher rassistischen, beleidigenden oder ehrverletzenden Äußerung- kund tue.

Ich muß aber schon zugeben das ich es beim Nachsehen der Statistiken dieses BLOGS überaus interessant finde, wer sich so alles meine geschriebenen Gedanken durchliest.
Es ist mir eine Freude zu sehen, dass gerade Menschen, deren höchstes Ziel es ist unsere Verfassung zu schützen, immer wieder ihren Weg in meinen BLOG finden.
Diese seien an dieser Stelle hier recht herzlich gegrüßt :-))

Euer Nachtfalke
von Nachtfalke
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Samstag, 26. april 2008
Gestern Abend sah ich durch Zufall kurz nacheinander zwei Fernsehdiskusisionen die mich nicht mehr loslassen.

1.
Es wurde wieder einmal über das leidige Thema diskutiert, dass Migranten sich der Deutschen Leitkultur zu beugen haben.

Also, wenn das Schule macht, habe ich ein massives Problem damit. Denn was leben wir derzeit für eine Kultur vor, die es wert wäre nachzuleben?

Das mit dem Land der Dichter und Denker ist lange vorbei.
Heutzutage ist es doch mehr das Land, in dem die eigene Regierung den eigenen Bürgern misstraut. Es ist ein zerrissenes Land in welchem die Ungleichbehandlung der Bürger eine unüberwindbare Kluft zwischen Arm und Reich schafft.
Deutschland ist zu einem Land geworden in welchem die Regierung selbst gegen ärgste Widerstände ihre eigenen Vorstellungen durchsetzt (und dies nachweislich nicht zum Wohle des Volkes). Wir haben Millionenfach Familien die ihre Kinder kaum ernähren können und abseits des gesellschaftlichen Lebens stehen.
Wir haben Großkonzerne die uns Preissteigerungen von 35% innerhalb eines Jahres als bloße Weitergabe von Bezugskosten verkaufen wollen, gleichzeitig aber eine Nettogewinnerhöhung von 12% in der aktuellen Bilanz vorweisen.
Von Korruption und verfassungswidriger Bespitzelung die ja leider in unserem Land immer häufiger vorkommt, wollen wir hier gar nicht reden.

Von Moral und Ethik kann in unserem Land derzeit keine Rede sein.

Woher nehmen wir uns also das Recht, anderen vorschreiben zu wollen nach unserer "Leitkultur" zu leben.

Es ist vollkommen klar, das jeder der hier lebt, sich den gesellschaftlichen Spielregeln anzupassen hat. Aber alleine schon das Wort "Deutsche Leitkultur" aus dem Munde eines Regierungspolitikers zu vernehmen ist eine Farce.

2.
Die andere Diskussion die ich aufmerksam beobachtete, drehte sich einmal um Religion, zum anderen um die Partei "Die Linke".

Religion

Mehrere Vertreter christlicher Kirchen diskutierten ausgiebig über die Tatsache, dass Pfarrer und Priester unbedingt von der "Vorratsdatenspreicherung" auszunehmen seien. Dies dürfe allerdings nicht für muslimische Geistliche gelten, da diese Glaubensrichtung in Deutschland nicht anerkannt und der fundamentalistische Islamismus für jedweden Terror in der Welt verantwortlich sei.

Desweiteren wurde festgestellt, dass es nicht angehen könne, dass jeder die Religion als seine eigene, persönliche Sache betrachtet.

Ich muß gestehen, ich war total fasziniert. Fasziniert deshalb, weil ich noch nie zuvor einen solch angesammelten Haufen Ignoranz und Selbstherrlichkeit gesehen habe. Diese Menschen haben mir gezeigt, dass die Kirchen in den letzten hunderten von Jahren absolut nichts gelernt haben. Die ganze Diskussion war geprägt von Futterneid und Angst um den eigenen Machtverlust.

"Die Linke"

Wenn ich die aktuellen Diskussionen über "Die Linke" verfolge, fühle ich mich unvermittelt in die Achtziger Jahre 2des letzten Jahrhunderts versetzt.
Dort betraten seinerzeit "Die Grünen" die politische Bühne. Diesen wurde damals, wie der Linken heute, die politische Tragfähigkeit abgesprochen. Ich erinnere mich noch zu gut an einen Joschka Fischer, der in Jeans und Turnschuhen den Amtseid als Hessischer Umweltminister ablegte.

Nun, heute gehören die Grünen zu politischen Establishment und behandeln die Linke genau so, wie sie früher behandelt wurden.

Man kann zu dieser Partei "Die Linke" stehen wie man mag, mein Ding sind sie nicht. aber das ändert nichts daran das sie in verschiedenen Landtagen vertreten sind und demnächst wohl auch den Sprung auf Bundesebene schaffen. In den neuen Bundesländern gehören sie längst zu politischen Alltag.

Aber auch das ist etwas, was sich in Deutschland momentan sehr negativ aufzeigt. Wenn den etablierten Parteien etwas nicht passt, wird nicht die sachliche Auseinandersetzung gesucht. Vielmehr wird mit den Ängsten der Bevölkerung gespielt.
Durch diese künstlich erzeugte Angst vor den "Altkommunisten" wird doch die Bevölkerung der Neuen Bundesländer, wo die Linke stark vertreten ist und akzeptiert wird, für unmündig erklärt.

Wie gesagt, mein Ding ist diese Partei auch nicht. aber wenn die jetzigen Regierungsverantwortlichen uns ohne Grund bespitzeln und diskreditieren, kann eine Nachfolgeregierung, egal welcher Coleur, auch nicht schlimmer sein.

Euer Nachtfalke
von Nachtfalke
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